
Irgendwie ziehe ich ja narzisstische, toxische oder cholerische Menschen in mein Leben.
Ich frage mich: bin ich wirklich so ein Magnet oder gibt es wirklich so viele?
Öhmm.. vielleicht mag ich das Abenteuer dabei. Da erlebt man ja Geschichten…. oder diese Menschen werden einfach zu schnell wütend.
Vielleicht bin ich einfach zu positiv. Kann ja auch sein.
Ich werde selten wütend. Eher bin ich mal kurz verärgert. Aber wirklich nur kurz. Und da ich keinen Streit mag, ist das auch schnell wieder erledigt.
Ich weiß gar nicht mehr von wem das stammt, irgendein Comidien. Der sagte: abends soll man nicht streiten. Denn ab einer gewissen Uhrzeit kommt man zu keinem sinnvollen Ergebnis mehr. Hat er recht.
Mit meinen Liebsten streite ich generell sehr selten.
Nachtragend sein ist auch nicht meine Stärke. Also gehört das nicht zu meinen Eigenschaften.
Dalai Lama hat es mal sehr treffend gesagt. Oder war es Buddha?… naja die Worte waren jedenfalls ziemlich schlau:
„Wieso soll ich mich denn aufregen? Dann muss ich mich ja wieder abregen. Das ist mir viel zu anstrengend.“
Und das ist in der Tat so. Wenn der Puls erst mal richtig hoch ist, dann dauert es eine Weile, bis mal wieder in die Wohlfühl-Frequenz kommt.
Ich wette, mein Chef kriegt deswegen mal einen Herzinfarkt. Da sieht man förmlich die Frequenz in der ansteigenden Farbe seines Gesichts.
Eigentlich sollte man die Wut des anderen nicht persönlich nehmen. Denn wenn die Person erstmal in Fahrt kommt, dann kommt eh nur das Abfallprodukt des Gehirns zum Vorschein. Meist sind diese laut ausgesprochenen Sequenzen der Person, die sich im Wutrausch befindet, gar nicht zutreffend, weit übertrieben und daher kompostierbar.
Zu allem Überfluss werden sie dich verbal an deine Nase packen, obwohl der Person ein bisschen Reflektion und Eigenverantwortung gut tun würde.
Die Kunst ist es, sich nicht in die Wut mit rein ziehen zu lassen. Das ist gar nicht so einfach.
Schließlich führt so ein Monolog eines Wutrausch-Inhabers oft zu persönlichen Angriffen anstatt zu konstruktiver Kritik.
Ich habe mal davon gehört, dass es Gruppen geben soll, sogar Coaching Angebote, bei denen die Menschen in den Wald gehen und ihren Frust raus schreien.
Sind die eigentlich noch ganz dicht? Die armen Tiere….
Andererseits ist es natürlich sinnvoll sich bei dieser Aktion zu verstecken.
Stell dir mal vor, ein Fußgänger würde an einer roten Ampel stehen und eben diese mit einer Inbrunst anschreien!
Vermutlich würde man den Notarzt informieren als besorgter Mitbürger. Da kommt einem doch so ein Schrei-Konzent im Wald ganz gelegen.
Vielleicht sollte ich mal meinem Chef so ein Kurs buchen…
Zurück zur Wut.
Ich glaube, Wut ist ein Gefühl, das man steuern kann. Deshalb sind Menschen auf Social Media Kanälen meist hemmungsloser als in den heimischen vier Wänden.
Von dem preußische General Carl von Clausewitz und König Friedrich II, die beide im 18. Jahrhundert (also von 17-hundert bis x) lebten, stammt die Aussage sinngemäß „Angriff ist die beste Verteidigung“.
Das war natürlich militärischer Natur und nicht für die Kommunikation im 21. Jahrhundert gedacht.
Auch wenn man bei einigen Menschen merkt, dass sie direkt aus dieser Zeit reinkarniert wurden.
Viele Menschen vergessen, dass Kommunikation auf Augenhöhe zu besseren Ergebnissen führt.
Auch, dass man eventuell gar nicht recht haben muss und die Idee oder der Einwand des anderen vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn man diese mal sacken lässt.
Man muss ja auch nicht immer einer Meinung sein. Sondern darf unterschiedlicher Meinung sein ohne sich an den Hals gehen zu wollen.
Wir Menschen sind ja sehr unterschiedlich. Und deshalb gibt es auch so viele Meinungen, Eindrücke und Wahrnehmungen.
Wichtig ist dabei den Respekt nicht zu verlieren.
Gut, zugegeben… bei den Politikern fällt mir der Respekt auch richtig schwer. Es geht schließlich um unseren Arsch.
Die Mehrheit der Menschen wollen einfach in Ruhe leben und am Ende des Monats sicher sein, dass sie nicht nur für den Staat gearbeitet haben.
Aber auch, wenn dort der Respekt fehlt… sollte man doch wenigstens gegenüber seinen Liebsten und im besten Fall mit seinen Mitmenschen respektvoll umgehen können.
Das macht das Leben einfach leichter.

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