Hand aufs Herz: Gehst du samstags auch noch gerne einkaufen? Oder fühlst du dich mittlerweile auch eher wie eine Statistin in einem schlechten Mafia-Film, bei der man an der Kasse die Hände heben muss, während das Portemonnaie geplündert wird?

Ich erinnere mich noch gut an den Winter 2024. Ich stand vor dem Kühlregal und starrte eine Packung Butter an. Fast vier Euro. Kurz vor Weihnachten, als jeder backen wollte. Ich dachte erst, es sei ein Tippfehler oder die Butter sei mit Blattgold besetzt. Aber nein, es war einfach nur „Marktwirtschaft“. Oder wie ich es nenne: Gierflation.

Heute, im Mai 2026, sind die Preise zwar wieder etwas gesunken, aber mein Vertrauen ist weg. Ich esse seit diesem Winter 2024 aus Prinzip keine Butter mehr. Nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil ich ein langes Gedächtnis habe und mich nicht verarschen lasse. Wer mich einmal so unverschämt abkassiert, fliegt aus dem Kühlschrank. Punkt.

Die Bananen-Logik (oder: Warum sie uns für dumm verkaufen)

Es ist faszinierend: Eine Banane schippert einmal um den halben Erdball, wird begast, gereift und für 20 Cent das Stück verkauft. Aber der Joghurt vom europäischen Großkonzern schießt preislich durch die Decke, weil angeblich die „Rohstoffpreise“ so hoch sind.

Glauben die das eigentlich selbst? Während uns die Nachrichtensprecher brav die Floskeln der Industrievertreter vorbeten, zählen die Konzerne ihre Rekordgewinne. Das ist kein „wirtschaftlicher Sachzwang“, das ist purer Bullshit.

Der geschlossene Kreis: Fressen, Krankwerden, Zahlen

Aber es geht ja nicht nur um den Preis. Hast du mal die Zutatenlisten gelesen? Es ist Wahnsinn. In fast allem steckt irgendein „Scheiß“, wie wir in Bayern sagen würden.

Da wird Aspartam in die Limo gekippt, obwohl man bei der Liste der Nebenwirkungen eigentlich direkt einen Termin beim Onkologen mitschicken müsste. Oder Zucker in Zigaretten – ja, richtig gelesen –, damit die Abhängigkeit auch ja kickt.

Ich frage mich: Wo bleibt das „Stopp!“ von oben? Warum sagt keiner in der Politik: „Das macht die Menschen krank, das kommt nicht ins Regal!“? Die Antwort ist so simpel wie hässlich: Es ist ein geschlossener Kreislauf. Die Lebensmittelindustrie macht uns durch billige Chemie-Cocktails und Zucker-Doping fett und krank, und die Pharmaindustrie reibt sich die Hände, um uns die passenden Pillen für die Zivilisationskrankheiten zu verkaufen. Kapitalismus in Reinform.

Das Erbe meines Vaters: Kochen als Widerstand

Gott sei Dank hatte ich eine Oma, die noch wusste, wie man Dinge haltbar macht, und einen Vater, der als Koch sein Handwerk verstand. Von ihnen habe ich die Leidenschaft geerbt, Dinge selbst herzustellen.

Wenn ich heute am Herd stehe und frisch koche, ist das für mich kein bloßer Zeitvertreib. Es ist ein Akt der Rebellion.

  • Jede Suppe, die ohne Brühwürfel-Chemie auskommt, ist ein Mittelfinger an den Großkonzern.
  • Jeder Kuchen, der echte Eier statt Flüssig-Ersatz sieht, ist eine Absage an die Industrie-Gier.

Versteh mich nicht falsch: Ich bin keine Heilige. Ich esse auch mal einen Döner und mein Garten liefert momentan eher wenig Ertrag. Aber Fertigprodukte? Ein absolutes No-Go.

Mein Rat an dich: Werde wachsam. Lies die Rückseiten der Packungen wie einen Krimi – denn meistens wird dort gerade deine Gesundheit oder dein Geldbeutel ermordet. Kochen ist heute die einzige Form von Notwehr, bei der man am Ende auch noch satt wird.

Und wenn dir das alles zu anstrengend ist, denk immer dran: Die Lebensmittelindustrie will nur dein Bestes. Also dein Geld. Den Rest von dir können sie sowieso nicht gebrauchen – außer vielleicht als wandelnde Teststrecke für neue Geschmacksverstärker.

In diesem Sinne: An die Töpfe, fertig, Widerstand!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert