Manchmal ist es ganz gut sich eine Auszeit vom toxischen Arbeitsverhältnis zu nehmen.
Ich habe gerade „Rücken“ und bin deshalb in AU.

Ich liege auf der Couch, die Füße hoch lagernd, es läuft „Buddha Code“ über Spotify, der Ventilator schickt mir kühle Luft und ich schalte mein Gehirn auf Durchzug.

Einfach mal bewusst tief durchatmen und an nichts denken…

Ich schließe die Augen und lasse mich von der beruhigenden Musik einhüllen.

Einfach spüren, atmen, nichts denken, detoxen…

Es ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

Manchmal zeigt einem der Körper, wann es genug ist. Und ich bin froh, dass ich gelernt habe, auf meinen Körper zu hören.

Wenn man plötzlich Kopfschmerzen bekommt, schlecht schläft und nur noch erschöpft ist, kommt das nicht aus dem Nichts.

Momentan fühle ich mich wie eine wandelnde Baustelle. Und als mein Rücken mir solche Schmerzen bereitet hatte letzten Montag, wusste ich, mein Körper sagt „Stop!“.

Ich bin froh, dass ich zwischenzeitlich schon gekündigt habe und nun nur noch die Zeit bis 30.9. rum kriegen muss.

Also einfach mal einen Gang runter schalten. Den Geist vom Gift befreien.

Der Arbeitgeber gibt einem deswegen auch nicht mehr Geld, wenn man trotz Krankheit in die Arbeit kommt.

Man bekommt auch kein „Danke“ oder „Gut gemacht“. Toxische Chefs sehen einen nicht als Mensch. Sie sehen einen als Werkzeug, um selbst zu glänzen.

Ja, dafür wird man bezahlt. Seinen Job zu tun.

Als Gegenleistung sollte aber nicht nur das Gehalt gezahlt werden. Auf zwischenmenschlicher Ebene gehört Anerkennung und Respekt ebenfalls zum Lohn.

Toxische Arbeitsumfelder wirken selten von heute auf morgen. Sie gleichen eher einem Schlangengift: Es breitet sich langsam aus. Erst verschwindet die Freude, dann die Energie – und irgendwann meldet sich der Körper. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig auf sich selbst zu achten, bevor das Gift einen vollständig erfasst.

So liege ich nun da. Atme. Lasse das Gift an mir vorüberziehen. Sammle Kraft. Und freue mich auf den 1.10. – den Tag, an dem ich dieses Kapitel endgültig schließen werde.


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