Manchmal ergeben sich Umstände, die so nicht geplant waren. Und dann sieht man sich um und überlegt: „Wie konnte das nur passieren?“

So geht es mir gerade mit dem Wohnsitz „Mannheim“.

Als gebürtige Bayerin und Kleinstadt-Liebende wundere ich mich selbst.
Natürlich weiß ich, wie das passiert ist. Natürlich kenne ich die Umstände, weshalb wir – mein Mann und ich – diesen Schritt gegangen sind.

Aber:
War diese Entscheidung gut? Fühlen wir uns wohl? Sind wir zufrieden? Können wir uns das langfristig vorstellen?

Die Antwort kann sich wohl jeder vorstellen.

Klar, die Leute sind überwiegend nett. Offen. Herzlich. Usw.

Aber die Stadt ist der Wahnsinn.

Sie ist laut. Sie ist schmutzig. Überall und ständig Sperrmüll. Als wäre jeder Tag ein „Abholtag“ vom Sperrmüllservice. Ständiges Hupen überall, als gehörte es zum guten Ton, die Hupe zu bedienen.

Nachts kann man das Fenster nicht öffnen aufgrund des Straßenverkehrs. Graffiti und Schmierereien überall, wo man nur hinsieht.

Die Behörden ein Albtraum. Langsam bis zum Umfallen. Es ist zum Verrücktwerden.

Neulich habe ich gelesen, dass Mannheim die höchste Kriminalitätsrate von Baden-Württemberg hat. Ich wär ja fast vom Stuhl gefallen vor Schreck.

Und dann die Nachricht, dass in der Nachbarstraße jemand abgestochen wurde.

Wo bin ich hier gelandet?

Klar, für die Mannheimer ist das vielleicht „normal“. Sie sind es vielleicht „gewohnt“ und abgehärtet, was das Leben hier angeht.

Ich musste den Realitätscheck machen.

Und unter diesen Umständen bin ich ganz froh, dass ich meine eigene „heile Welt“ trotzdem habe.

Mein Mann ist mein Halt, meine Liebe, mein bester Freund. Wir helfen und halten uns. Sind füreinander da.

Und unsere gemeinsamen Unternehmungen und Hobbies sind das, was uns Kraft gibt.

Jeder sollte so einen Menschen haben. Jeder sollte so ein Mensch für jemanden sein.


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